Kundalini Yoga Zürich
Von Sabina Asnani

Aufwärmübungen Yoga

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Alle körperlichen Yoga-Techniken sollten mit leerem Magen durchgeführt werden (dies ist eine wichtige Regel, die von allen traditionellen Texten hervorgehoben wird). Ausnahmen hiervon werden ausdrücklich erwähnt.

Während des Praktizieren sollte leichte und bequeme Kleidung getragen werden. Am besten geeignet ist leichte Baumwollkleidung (oder aus anderen Naturfasern hergestellte Kleidungsstücke). Es ist ratsam, Krawatten, Gürtel, BHs und alle anderen drückenden Gegenstände abzulegen.

Aus den alten Yoga-Lehren weiss man, dass jedes Metall im Einklang mit einer bestimmten Energie des Makrokosmos steht. Solange man die Beziehungen zwischen den Metallen und den Energien nicht kennt, sollten während des Praktizieren der Yoga-Techniken keine metallenen Gegenstände (Uhren, Brillen, Ketten, Ringe, Ohrringe, Armbänder, Haarspangen usw.) getragen werden.

Die Reihenfolge der Yoga-Techniken wurde gewählt, um die Energiezentren (Cakra-s) in einer bestimmten Reihenfolge zu öffnen und aufzuladen. Wenn man nicht genug Zeit hat, die gesamte Reihe der Stellungen durchzuführen, wählt man idealerweise einige aus und führt sie immer noch in der gegebenen Reihenfolge aus. Überspringe niemals die Aufwärmübungen und die abschliessende Entspannung! Diese letzte Regel ist von äusserster Wichtigkeit.

Während der Durchführung der meisten Yoga-Übungen werden die Augen geschlossen gehalten, da man sich auf diese Weise besser konzentrieren und verinnerlichen kann. Dies ermöglicht, sich der für jede einzelne Yoga-Übung kennzeichnenden subtilen Energieflüsse innerhalb und außerhalb des physischen Körpers bewusst zu werden.

Der Raum, in dem praktiziert wird, sollte gelüftet sein und eine angenehme Temperatur haben. Wenn möglich, können die Übungen auch im Freien durchgeführt werden. Wichtig ist, dass die Umgebung ruhig ist. Es sollte, wenn möglich immer am gleichen Ort praktiziert werden, damit allmählich ein spezifisches, energetisches Umfeld erzeugt wird, das dann immer anregender wirkt.

Während der Yoga-Übungen, wird das Gesicht nach Norden oder Osten gerichtet, soweit dies auch vom Raum her angenehm ist.

Vor der Durchführung ist es wichtig, sich innerlich von der Umgebung zu isolieren, zu entspannen, sich von allen quälenden Sorgen, Spannungen, Gedanken und vom Stress loszulösen und gleichzeitig im Inneren einen wohltuenden Zustand hervorzurufen, indem man in sich entweder die Erinnerung an einen ehemals verspürten, harmonischen, inneren Zustand wachruft oder sich ganz einfach vorstellt, dass man eine Reise im Weltall, zwischen den Sternen, unternimmt.

7 Yoga-Übungen zum Aufwärmen für den ganzen Körper

1. Das Annehmen einer positiven mentalen Haltung

Nimm die Grundstellung ein: Stehe aufrecht mit hüftbreit gespreizten Beinen und parallel nebeneinander stehenden Füssen, geradem Rücken, geschlossenen Augen und den Armen locker neben dem Körper. Werde dir deines gesamten Körpers bewusst. Beseitige alle störenden Gedanken und versuche, das ruhige nach Innen-gerichtet-sein deiner Aufmerksamkeit zu geniessen. Trete in Resonanz (Einklang) mit erhabenen Gedanken und den wohltuenden Energien. Strebe nach allem, was gut, schön, erhaben ist.

2. Das langsame Kopfrollen

In der Grundstellung rolle den Kopf langsam in Uhrzeigerrichtung, d.h. nach rechts, und konzentriere dich auf den Bewegungsablauf. Wiederhole die gleiche Anzahl von Drehungen entgegen der Uhrzeigerrichtung nach links.

Bemerke danach: ein leichtes Erwärmen und sehr feine Schwingungen in der Halsgegend, Bewusstseins auf subtiler Ebene (Vishuddha Cakra).

3. Die schnellen Drehbewegungen des Kopfes

In der Grundstellung drehe mit schnellen Bewegungen euren Kopf zweimal nach links, zweimal nach rechts, zweimal schräg nach hinten auf der linken Seite, zweimal schräg nach hinten auf der rechten Seite und zweimal nach hinten. Wiederhole die ganze Reihe von Drehungen mehrmals. Die Bewegungen werden brüsk, schnell und in rascher Aufeinanderfolge ausgeführt. Die Konzentration ist auf den Bewegungsablauf gerichtet.

Bemerke danach: feine Schwingungen in der Nacken- und in der Scheitelgegend, Aktivierung von mentalen Potentials, Klarheit. Ein Zustand von klarem Bewusstseins kann einsetzen.

4. Das seitliche Hin- und Herpendeln des Kopfes

In der Grundstellung pendelt den Kopf mal nach links, mal nach rechts um eine waagerechte Achse. Beschleunige die Bewegungen. Die Konzentration ist auf die Aktivierung des Kraftzentrums in der Mitte der Stirn (Ajna Cakra) gerichtet.

Bemerke danach: Die Energien können nun ungehemmt durch den Hals fließen. Mentale Klarheit, Einheit des Verstandes mit dem restlichen Wesen, Harmonie.

5. Die Biegungen der Wirbelsäule

In der Grundstellung hebe und senke abwechselnd die Schultern und erzeuge hiermit Biegungen der Wirbelsäule sowohl nach links, als auch nach rechts. Das Becken wird in die Bewegungen nicht miteinbezogen. Die Konzentration ist auf die Bewegung gerichtet.

Bemerke danach: eine gründliche Massage der inneren Organe und vibrierende Punkte entlang der Wirbelsäule. Falls schmerzende Stellen entlang der Wirbelsäule auftreten, so konzentriere deine Aufmerksamkeit auf diese Stellen und breite deine Atmung an dieser Stelle aus. Die subtile Energie stellt das Gleichgewicht in diesen Stellen wieder her.

6. Die Massage der Magengegend

Umfasse mit der linken Hand das rechte Handgelenk und setzt den rechten Daumen ungefähr 2 Finger breit unter das Brustbein (direkt auf die Haut). Führe mit dem Daumen Drehungen in Uhrzeigerrichtung aus, ohne den Daumen von der angesetzten Stelle zu verschieben. Umfasse nachher mit der rechten Hand das linke Handgelenk und massiere mit dem linken Daumen die gleiche Stelle entgegen der Uhrzeigerrichtung.

Bemerke danach: verspannte Energien und Stress werden durch den massierten Punkt freigelassen. Falls man beim Massieren oder danach Schmerzen empfindet, bedeutet dies, dass es in der Bauchgegend Verspannungen gibt. Mit der Zeit wird jedoch diese Übung die Verspannungen beseitigen. Bemerkt auch die Aktivierung des Solarplexus (Manipura Cakra).

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Über die Autorin

Sabina Asnani Als Yoga-Expertin und Gründerin der Yoga-Spirit Yogaschule in Zürich begleitet sie seit vielen Jahren Menschen auf ihrem Weg zu mehr Balance, Kraft und innerer Ruhe. Ihre Arbeit verbindet traditionelle Techniken aus dem Hatha Yoga und dem Kundalini Yoga mit Atemarbeit, Meditation und modernen Ausrichtungsmethoden. Mit einem ganzheitlichen Blick auf Körper, Geist und Energie unterstützt sie Anfänger und Fortgeschrittene dabei, nachhaltig Beweglichkeit, Stabilität und Wohlbefinden zu entwickeln.